Wenn Gefühle auf Politik treffen – Emotionen als demokratische Praxis erforschen

© Lucas Adrian, Franziska Zollweg

Wenn Gefühle auf Politik treffen – Emotionen als demokratische Praxis erforschen

Kosten nach Selbsteinschätzung: 15 € Standardpreis, 10 € Sparpreis


Freitag, 9. Oktober 2026
16:00 – 18:00

[in:szene]+, Workshop

Veranstaltungsort: W3_ Saal

Mit: Dr. Nina-Kathrin Wienkoop und Emily Poel

In diesem Workshop untersuchen die Teilnehmenden, wie Demokratie und Embodiment zusammenwirken, um menschliche Verbindungen und sozialen Wandel anzustoßen. Unser Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Demokratie nicht nur ein politisches System ist, sondern auch ein Rahmen, der körperlich erlebt werden kann. Die Art und Weise, wie wir atmen, fühlen, reagieren, sprechen, stehen und zuhören, prägt unser Denken und Handeln in der Welt – und wie wir andere im täglichen Leben wahrnehmen und mit ihnen interagieren.

Kurze theoretische Einführungen aus Sozialpsychologie, Politikwissenschaft und Embodimentforschung bieten den Rahmen. Der Schwerpunkt des Workshops liegt jedoch auf dem eigenen Erleben. Die Teilnehmenden lernen, wie emotionale Reaktionen im Körper entstehen und die politische Wahrnehmung und das eigene Handeln beeinflussen. Gemeinsam werden wir untersuchen, wie sich verschiedene emotionale Zustände körperlich manifestieren – zum Beispiel Ohnmacht oder Einsamkeit – und wie sie gefühlt und in Klarheit, Energie und Absicht umgewandelt werden können. Durch Übungen, Selbstreflexionen und Perspektivwechsel werden die Teilnehmenden unmittelbar erfahren, dass sie nicht nur Beobachtende des politischen Lebens sind, sondern aktive Mitgestaltende, die sich in Resonanz mit sich selbst, anderen und der Welt bewegen.

Als Ergebnis erleben die Teilnehmende ihre eigene innere Stärke, ihre (kollektive) Handlungsmacht, ihren Gestaltungsraum sowie das Gefühl von Verbundenheit und Verantwortung, das weit über den Raum des Workshops hinausgeht.


Dr. Nina-Kathrin Wienkoop ist promovierte Politikwissenschaftlerin und Ethnologin sowie Trainerin, Dozentin, Beraterin und Autorin im Bereich der politischen Bildung. Sie ist Vorstandsmitglied des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung in Berlin und Dozentin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW). Ihre Leidenschaft sind Fragen des Wandels hin zu einer Gesellschaft, in der Zusammenarbeit, Vielfalt, Toleranz und sozialer Zusammenhalt aktiv gelebt werden. Ihre Fachkenntnisse konzentrieren sich auf Demokratie, kollektives Handeln, Protest und Staatsreform. Menschen miteinander zu verbinden, zu Veränderungen zu motivieren und wissenschaftliche Erkenntnisse auf neue Art zu vermitteln, das sind ihre Superkräfte.

Emily Poel ist eine in Berlin ansässige Beraterin, Embodimentpraktikerin und Pädagogin. Seit über fünfzehn Jahren entwickelt sie körperbasierte Methoden, die untersuchen, wie Denken, Handlungsfähigkeit, Kreativität und Lernen grundlegend im Körper verankert sind. Derzeit konzentriert sich ihre Arbeit auf verkörpertes Lernen und den Wandel im Bildungswesen: Sie unterstützt Lehrkräfte, Schulleiter*innen und Schüler*innen dabei, Erkenntnisse aus der Embodimentforschung in den Lernalltag zu integrieren. Zusammen mit Guy Claxton ist sie Mitautorin des Buches „Bodies of Learning: How Embodiment Science Transforms Education“ (Routledge, 2026), das die Forschung zur verkörperten Kognition mit praktischen Ansätzen für Schulen verbindet. Als begeisterte Leserin liegt Emilys besondere Stärke darin, Theorie in die persönliche Praxis umzusetzen und so Möglichkeiten zu schaffen, in denen sich intellektuelle Einsichten und verkörpertes Bewusstsein gegenseitig stärken und bereichern.


Hinweis zur Teilnahme:

  • Barrieren: Der W3_ Saal ist wie viele andere Räume kein barrierefreier Ort. Wir befinden uns als Team in einem kontinuierlichen Lern- und Verlernprozess und bemühen uns, unsere Räume und Veranstaltungen möglichst auf unterschiedlichen Ebenen zugänglich zu gestalten. Dabei ist uns bewusst, dass wir aktuell weit davon entfernt sind, ein Ort zu sein, der eine gleichberechtigte Teilnahme sowie einen gleichberechtigten Zugang ermöglicht. Unter dem folgenden Link findet ihr Informationen, die euch eine bessere Planung ermöglichen sollen 👉 Hamburger Kulturperlen – W3_
  • Kosten nach Selbsteinschätzung: 15 € Standardpreis, 10 € Sparpreis

Als Veranstalter*innen verpflichten wir uns zum aktiven Vorgehen gegen jegliche Form von Diskriminierung. Wir möchten darüber hinaus alle Gäst*innen dazu ermutigen, uns als Veranstalter*innen im Falle diskriminierender, grenzüberschreitender oder verletzender Vorfälle anzusprechen – entweder direkt vor Ort oder auch im Nachgang der Veranstaltung. Detaillierte Informationen zu unserem Verhaltenskodex und der Selbstverpflichtung zu Antidiskriminierungsmaßnahmen sowie Kontakte und Unterstützungsmaßnahmen findet ihr hier 👉 https://w3-hamburg.de/zugang-barrierefreiheit-antidiskriminierung.

Habt ihr Hinweise an uns oder gibt es Hindernisse, die es euch nicht ermöglichen, an unserer Veranstaltung teilzunehmen?

Teilt uns diese gerne mit unter: awareness@w3-hamburg.de.zu Antidiskriminierungsmaßnahmen sowie Kontakte und Unterstützungsmaßnahmen findet ihr hier 👉 https://w3-hamburg.de/zugang-barrierefreiheit-antidiskriminierung/.


Gefördert durch:

In Kooperation mit: Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg