The Song of the Zone

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The Song of the Zone

Die Teilnahme ist kostenlos – wir bitten allerdings um vorherige Anmeldung.


Samstag, 5. September 2026
18:00 – 19:00

Beyond Borders, Performance

Veranstaltungsort: W3_ Saal

Note: An English version of the text can be found below

The Song of the Zone ist eine Performance und ein künstlerisches Forschungsprojekt, das den Körper als lebendigen Organismus mit eigenen, autonomen Existenzprinzipien untersucht. Statt den Körper vor allem durch Systeme der Militarisierung, Überwachung, Zensur oder politischen Kontrolle zu betrachten – Systeme, die ihn in prekäre Situationen versetzen und seine Verletzlichkeit sichtbar machen –, fragt die Arbeit danach, wie die körpereigenen Mechanismen das Leben unabhängig von diesen äußeren Strukturen aufrechterhalten. Prekarität wird dabei zu jener Bedingung, durch die die autonomen Fähigkeiten des Körpers überhaupt wahrnehmbar werden. Verletzlichkeit wiederum bildet die Grundlage für Wahrnehmung, Anpassung und Reaktion. Die Arbeit untersucht das Paradox, dass der Körper selbst unter solchen Bedingungen eine nicht auflösbare Autonomie als lebendiger Organismus besitzt.

Mit Bewegung, Klang, Raum, Video und Licht versucht The Song of the Zone, Bedingungen zu schaffen, unter denen dieser autonome Körper sichtbar und hörbar werden kann. In diesen Situationen wird auch das Sprechen, das ungehört bleibt, körperlich wahrnehmbar: Der Körper erspürt fortwährend die prekären Bedingungen, die im Verlauf der Performance entstehen, handelt sie aus und reagiert auf sie. Statt den Körper darzustellen, wird die Performance zu einer Praxis des Zuhörens – zu einem Lauschen auf seine inneren Prozesse und zu einem Sichtbarmachen von Wahrnehmungsformen, die gewöhnlich unbemerkt bleiben.

Die Recherche wird von den verkörperten Erfahrungen der vier Performenden geprägt. Eine Person trägt die körperliche Erinnerung an den verpflichtenden Militärdienst in der koreanischen demilitarisierten Zone in sich, eine andere die körperliche Erinnerung an ein Leben unter Zensur. Die beiden weiteren Performenden greifen auf ihre Erfahrungen des Aufwachsens im Iran sowie auf Erinnerungen an die DDR zurück. Die Performance lässt diese verkörperten Erfahrungen in der physischen Präsenz und den Wahrnehmungsweisen der Performenden gegenwärtig bleiben. Gemeinsam bilden sie die Ausgangspunkte für die Untersuchung der Frage, wie der autonome Körper sich in Umgebungen, die von Regulierung, Macht und Kontrolle geprägt sind, weiterhin selbst wahrnimmt und am Leben erhält.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts Beyond Borders, dessen Ziel es ist, die breite Zivilbevölkerung für die Notwendigkeit einer Gleichstellung aller Menschen zu sensibilisieren.

Unterstützt von: Art Council Korea

In Zusammenarbeit mit: Redsapata kunst- kultur- und tanzinitiative, Sonnenstein Loft

Gefördert von: ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit Entwicklung und NUE aus Erträgen von BINGO!-Die Umweltlotterie


5Edges ist ein Künstlerkollektiv mit Sitz in Deutschland und Südkorea, das von Hyoung-Min Kim, Mattef Kulymay und Benjamin Schälike gegründet wurde und geleitet wird. Durch interdisziplinäre Kooperationen untersucht das Kollektiv den Körper innerhalb sozialer und politischer Strukturen und schafft dabei Performances und künstlerische Forschungsarbeiten, die die Beziehungen zwischen Macht, Wahrnehmung und verkörperter Erfahrung erforschen. Seine Projekte werden langfristig von der Senatsverwaltung für Kultur und sozialen Zusammenhalt, dem Hauptstadtkulturfonds, dem Fonds Darstellende Künste und dem Arts Council Korea (ARKO) gefördert.


Der W3_ Saal ist wie viele andere Räume kein barrierefreier Ort. Wir befinden uns als Team in einem kontinuierlichen Lern- und Verlernprozess und bemühen uns, unsere Räume und Veranstaltungen möglichst auf unterschiedlichen Ebenen zugänglich zu gestalten. Dabei ist uns bewusst, dass wir aktuell weit davon entfernt sind, ein Ort zu sein, der eine gleichberechtigte Teilnahme sowie einen gleichberechtigten Zugang ermöglicht.

Im Folgenden teilen wir Hinweise, die euch eine bessere Planung ermöglichen sollen:

Zugang zum Veranstaltungsort

  • Assistenzhunde, Blindenführhunde und andere ausgebildete tierische Unterstützungen sind ausdrücklich willkommen.
  • Der W3_ Saal liegt im Hochparterre und ist über eine Treppe mit Geländer sowie über einen Treppenlift zugänglich.
  • Die Türen im Eingangsbereich und im Saal sind breit genug für die meisten Rollstühle. Genaue Maße: 1,20 m breit.
  • Eine All-Gender-Toilette, die rollstuhlgerecht ist, befindet sich im Gebäude. Der Weg zur Toilette ist visuell ausgeschildert.

Verpflegung

  • Es gibt alkoholfreie Getränke vor Ort.
  • Es wird kein Alkohol ausgeschenkt. 

Teilhabe

  • Die Veranstaltung wird nicht online übertragen
  • Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Sprache & Kommunikation

  • Die Performance enthält einen kurzen Dialog auf Englisch. Dieser wird nicht in die Deutsche Lautsprache, Deutsche Gebärdensprache oder andere Sprachen übersetzt, da er inhaltlich nicht relevant ist.

Raum & Atmosphäre

  • Der Raum ist rauchfrei.
  • Der Raum kann jederzeit auf Wunsch verlassen werden.
  • Derzeit steht kein separater Rückzugsraum zur Verfügung.
  • Die Beleuchtung ist gleichmäßig und nicht flackernd.
  • Es gibt im Raum ausreichend Platz für Rollstühle.
  • Es nehmen höchstens 40 Personen an der Veranstaltung teil.
  • Es sind feste Stühle mit Lehnen vorhanden.
  • Es werden keine Musik und keine Lichteffekte eingesetzt.

Anreise & Umfeld

  • Die nächste barrierearme ÖPNV-Station ist die S-Bahn-Haltestelle Altona. Diese ist ca. 400 m vom W3_ Saal entfernt.
  • Es gibt keine eigenen Parkplätze am Haus, öffentliche Parkmöglichkeiten sind begrenzt.

Habt ihr Hinweise an uns oder gibt es Hindernisse, die es euch nicht ermöglichen, an unserer Veranstaltung teilzunehmen? Teilt uns diese gerne mit unter: awareness@w3-hamburg.de.

Als Veranstalter*innen verpflichten wir uns zum aktiven Vorgehen gegen jegliche Form von Diskriminierung. Wir möchten darüber hinaus alle Gäst*innen dazu ermutigen, uns als Veranstalter*innen im Falle diskriminierender, grenzüberschreitender oder verletzender Vorfälle anzusprechen – entweder direkt vor Ort oder auch im Nachgang der Veranstaltung. Detaillierte Informationen zu unserem Verhaltenskodex und der Selbstverpflichtung zu Antidiskriminierungsmaßnahmen sowie Kontakte und Unterstützungsmaßnahmen findet ihr hier 👉 https://w3-hamburg.de/zugang-barrierefreiheit-antidiskriminierung/.


English version:

The Song of the Zone is a performance and artistic research project that investigates the body as a living organism with its own autonomous principles of existence. Rather than understanding the body primarily through systems of militarization, surveillance, censorship, or political control— which render the body precarious and reveal its fragility—the work asks how the body’s own internal mechanisms continue to sustain life independently of these external structures. Here, precarity becomes the very condition through which the body’s autonomous capacities become perceptible, while vulnerability becomes the ground for sensing, adaptation, and response. The work explores the paradox that the body possesses an irreducible autonomy as a living organism even within such conditions.

Through movement, sound, space, video, and light, The Song of the Zone seeks to create conditions in which this autonomous body can be seen and heard. Within these conditions, speech that remains unheard nevertheless becomes perceptible as the body continuously senses, negotiates, and responds to precarious conditions that emerge through performance. Rather than representing the body, the performance becomes a practice of listening to its internal processes and revealing forms of perception that usually remain unnoticed.

The research is informed by the embodied experiences of the four performers. One carries the bodily memory of compulsory military service in the Korean DMZ, while another carries the bodily memory of living under censorship. The others draw on their experiences of growing up in Iran and memories of East Germany. The performance allows these embodied experiences to remain present in the performers‘ physical presence and modes of perception. Together, they form points of departure for exploring how the autonomous body continues to sense and sustain itself within environments shaped by regulation, power, and control.

The event is part of the Beyond Borders project, which aims to raise awareness among the general public about the need for equality for all people.

Supported by: Art Council Korea

Partnership: Redsapata kunst- kultur- und tanzinitiative, Sonnenstein Loft

Funded by: ENGAGEMENT GLOBAL with funding from the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development and NUE from proceeds of BINGO!—The Environmental Lottery


5Edges is an artistic collective based between Germany and South Korea, founded and led by Hyoung-Min Kim, Mattef Kulymay, and Benjamin Schälike. Through interdisciplinary collaborations, the collective investigates the body within social and political structures, creating performances and artistic research that explore the relationships between power, perception, and embodied experience. Its projects have received long-term support from the Berlin Senate Department for Culture and Social Cohesion, Hauptstadtkulturfonds, Fonds Darstellende Künste, and Arts Council Korea (ARKO).


Like many other venues, the W3_ Saal is not an accessible venue. As a team, we are constantly learning and adapting, and we strive to make our venues and events as accessible as possible in various ways. We are aware, however, that we are currently far from being a venue that enables equal participation and equal access.

Below, we share some information to help you plan your visit:

Access to the venue

  • The W3_ Saal is located on the mezzanine level and is accessible via a staircase with a handrail and a stairlift.
  • The doors in the entrance area and in the hall are wide enough for most wheelchairs. Exact dimensions: 1.20 m wide.
  • Assistance dogs, guide dogs and other trained support animals are expressly welcome.
  • An all-gender toilet, which is wheelchair accessible, is located in the building. The route to the toilet is clearly signposted.

Catering

  • Non-alcoholic drinks are available on site.
  • No alcohol is served.

Getting there & surroundings

  • There are no dedicated car parks at the venue; public parking is limited.
  • The nearest accessible public transport stop is the Altona S-Bahn station. This is approximately 400 m from the W3_ Saal.

Language & Communication

  • The performance includes a short dialogue in English. This dialogue is not translated into German spoken language, German Sign Language, or any other languages, as its content is not relevant.

Participation

  • The event will not be streamed online.
  • The event is free of charge.

Venue & Atmosphere

  • You may leave the venue at any time if you wish.
  • The venue is smoke-free.
  • There is sufficient space in the venue for wheelchairs.
  • There is currently no separate quiet room available.
  • The lighting is even and does not flicker.
  • No music or lighting effects are used.
  • Fixed chairs with backrests are provided.
  • A maximum of 40 people will attend the event.

Do you have any feedback for us, or are there any obstacles preventing you from attending our event? Please feel free to let us know at: awareness@w3-hamburg.de.

As organisers, we are committed to actively combating all forms of discrimination. We would also like to encourage all guests to contact us as organisers in the event of discriminatory, inappropriate or offensive incidents – either directly at the venue or after the event. Detailed information on our code of conduct and our commitment to anti-discrimination measures, as well as contact details and support services, can be found in German here 👉 https://w3-hamburg.de/zugang-barrierefreiheit-antidiskriminierung/.