Neue Deutsche Analysen 2026: Freund*innenschaften unter Druck – wie politisch sind unsere Beziehungen?

© Mohamed Badarne

Neue Deutsche Analysen 2026: Freund*innenschaften unter Druck – wie politisch sind unsere Beziehungen?


Montag, 14. September 2026
18:00 – 19:30

[in:szene]+, Podiumsgespräch

Veranstaltungsort: W3_ Saal

Mit: Dr. Emilia Roig, Moderation: Sarah Zaheer

Was passiert mit unseren Freund*innenschaften in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung? Wenn Debatten härter werden, sich Krisen zuspitzen und Meinungslager bilden, sind auch private Räume wie Freund*innenschaften betroffen. Kriege, Polikrisen und politische Spannungen stellen unsere Beziehungen auf die Probe – und führen in Freund*innenschaften nicht selten in ein Dilemma zwischen Haltung und Loyalität. Auch der Umgang mit unterschiedlichen Lebensrealitäten in Bezug auf Diskriminierung, Privilegien und Rassismus spielt in Freund*innenschaften eine Rolle. 

Im Rahmen der Reihe „Neue Deutsche Analysen“ möchten wir diesen Fragen nachgehen: Begrenzen wir unsere Freund*innenkreise zunehmend auf Gleichgesinnte? Ab wann verhindern politische Meinungsverschiedenheiten Freund*innenschaften oder kann politische Differenz auch bereichernd sein? Sind Freund*innenschaften nicht gerade der soziale Raum, in dem wir lernen können, Trennendes auszuhalten? Und können wir ausgehend von diesem Nukleus für die Gesellschaft lernen und der Polarisierung entgegenwirken?

Wir laden euch herzlich ein, mitzudenken, mitzudiskutieren – und vielleicht auch eigene Perspektiven auf Freund*innenschaft neu zu entdecken.

Die Veranstaltungsreihe „Neue Deutsche Analysen“ wird seit 2019 als Kooperationsprojekt der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg und der W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik angeboten und findet einmal im Jahr statt – 2026 im Rahmen der Hamburger Tage der Demokratie. Sie widmet sich gesellschaftspolitischen Fragen aus (post)migrantischer Perspektive.


Dr. Emilia Roig (sie/ihr) ist eine mehrfach ausgezeichnete Bestsellerautorin und Expertin für Intersektionalität sowie systemische Ungleichheiten. Durch die Gründung des Berliner Center for Intersectional Justice (CIJ) und die Veröffentlichung ihrer Bestseller WHY WE MATTER und DAS ENDE DER EHE hat sie die Debatte über diese Themen in Europa maßgeblich geprägt.

Sarah Zaheer (she/her) ist ehemalige Redaktionsleiterin beim kohero Magazin für interkulturellen Zusammenhalt und nun Teil des Kitt Kollektivs. In ihrer Arbeit als freie Journalistin für Audio, Online und Print setzt sie sich mit den Themen Flucht, Gesellschaft und Migration auseinander.


Hinweis zur Teilnahme:

Der W3_ Saal ist wie viele andere Räume kein barrierefreier Ort. Wir befinden uns als Team in einem kontinuierlichen Lern- und Verlernprozess und bemühen uns, unsere Räume und Veranstaltungen möglichst auf unterschiedlichen Ebenen zugänglich zu gestalten. Dabei ist uns bewusst, dass wir aktuell weit davon entfernt sind, ein Ort zu sein, der eine gleichberechtigte Teilnahme sowie einen gleichberechtigten Zugang ermöglicht.

Im Folgenden teilen wir Hinweise, die euch eine bessere Planung ermöglichen sollen:

Zugang zum Veranstaltungsort

  • Assistenzhunde, Blindenführhunde und andere ausgebildete tierische Unterstützungen sind ausdrücklich willkommen.
  • Der W3_ Saal liegt im Hochparterre und ist über eine Treppe mit Geländer sowie über einen Treppenlift zugänglich.
  • Die Türen im Eingangsbereich und im Saal sind breit genug für die meisten Rollstühle. Genaue Maße: 1,20 m breit.
  • Eine All-Gender-Toilette, die rollstuhlgerecht ist, befindet sich im Gebäude. Der Weg zur Toilette ist visuell ausgeschildert.

Verpflegung

  • Es gibt alkoholfreie Getränke vor Ort.
  • Es wird kein Alkohol ausgeschenkt. 

Teilhabe

  • Die Veranstaltung wird nicht online übertragen
  • Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Sprache & Kommunikation

  • Der Vortrag findet in deutscher Lautsprache statt und wird durch ein Mikrofon verstärkt.
  • Es gibt keine Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache oder andere Sprachen.

Raum & Atmosphäre

  • Der Raum ist rauchfrei.
  • Der Raum kann jederzeit auf Wunsch verlassen werden.
  • Derzeit steht kein separater Rückzugsraum zur Verfügung.
  • Die Beleuchtung ist gleichmäßig und nicht flackernd.
  • Es gibt im Raum ausreichend Platz für Rollstühle.
  • Es nehmen höchstens 80 Personen an der Veranstaltung teil.
  • Es sind feste Stühle mit Lehnen vorhanden.
  • Es werden keine Musik und keine Lichteffekte eingesetzt.

Anreise & Umfeld

  • Die nächste barrierearme ÖPNV-Station ist die S-Bahn-Haltestelle Altona. Diese ist ca. 400 m vom W3_ Saal entfernt.
  • Es gibt keine eigenen Parkplätze am Haus, öffentliche Parkmöglichkeiten sind begrenzt.

Habt ihr Hinweise an uns oder gibt es Hindernisse, die es euch nicht ermöglichen, an unserer Veranstaltung teilzunehmen? Teilt uns diese gerne mit unter: awareness@w3-hamburg.de.

Als Veranstalter*innen verpflichten wir uns zum aktiven Vorgehen gegen jegliche Form von Diskriminierung. Wir möchten darüber hinaus alle Gäst*innen dazu ermutigen, uns als Veranstalter*innen im Falle diskriminierender, grenzüberschreitender oder verletzender Vorfälle anzusprechen – entweder direkt vor Ort oder auch im Nachgang der Veranstaltung. Detaillierte Informationen zu unserem Verhaltenskodex und der Selbstverpflichtung zu Antidiskriminierungsmaßnahmen sowie Kontakte und Unterstützungsmaßnahmen findet ihr hier 👉 https://w3-hamburg.de/zugang-barrierefreiheit-antidiskriminierung/.


Die Veranstaltung wird gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

In Kooperation mit: Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg