Gender and the City

© Luise Wolff

Gender and the City


Samstag, 25. April 2026
14:00 – 16:00

Beyond Borders, Stadtrundgang, VerCAREte Verhältnisse

Veranstaltungsort: Wir treffen uns vor der W3_ Werkstatt für internationale Kultur und Politik, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg

Mit: Leonie Weizsäcker und Luise Wolff – Bildungsreferentinnen der W3_

Ein feministischer Stadtrundgang zu (Un-)Sichtbarkeiten, Care, Sicherheit und Umwelt(un)gerechtigkeit

Unsere Städte sind Ausdruck dessen, wer entscheiden durfte – und wer nicht mitgedacht wurde. Noch immer basieren viele urbane Strukturen auf Planungen, die sich an einer kleinen, privilegierten Gruppe orientieren: wohlhabend, weiß, vollzeitbeschäftigt, ohne Behinderung, männlich, cis. Doch was passiert, wenn andere Lebensrealitäten – von Sorgearbeit über Mobilitätseinschränkungen bis hin zu rassistischer Diskriminierung oder Armut – keinen Platz im Stadtbild finden?

Der feministische Stadtrundgang lädt ein, diese blinden Flecken sichtbar zu machen. Gemeinsam fragen wir: Wer wird durch Stadtplanung ein- oder ausgeschlossen? Wo zeigt sich Ungleichheit durch implizite oder aktive Ausgrenzung im Alltag? Und wie könnte eine Stadt aussehen, die sich an den Bedürfnissen aller orientiert – statt nur an den Vorstellungen einiger?

Anhand konkreter Orte in Hamburg beschäftigen wir uns mit Zugängen zu öffentlicher Infrastruktur, mit Repräsentation im Stadtbild, mit Sicherheit im öffentlichen Raum und mit Umwelt(un)gerechtigkeit als Ausdruck intersektionaler Diskriminierung. Der Rundgang eröffnet Perspektiven auf eine Stadt, die fürsorglicher, gerechter und lebenswerter sein könnte – für alle.

„Als Frau sind meine alltäglichen Erfahrungen in der Stadt zutiefst geschlechtsspezifisch. Meine Geschlechtsidentität prägt die Art und Weise, wie ich mich durch die Stadt bewege, wie ich meinen Alltag bestreite und die Optionen, die mir offenstehen… Mein Körper ist der Ort meiner gelebten Erfahrungen, an dem sich meine Identität, meine Geschichte und die Orte, an denen ich gelebt habe, in mich einschreiben, auf meinen Leib einwirken und einen Abdruck auf ihm hinterlassen.”
— Leslie Kern, Feminist City, 2020

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts Care, Klimakrise, Migration: Globale Gerechtigkeit in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung.


Luise Wolff (sie/ihr) ist Sozialarbeiterin und Bildungsreferentin mit den Schwerpunkten Antisemitismus, (Queer-)Feminismen und Rassismus. Sie arbeitet zu digitalen Öffentlichkeiten, zu Mechanismen gesellschaftlicher Ungleichheit und zu den Potenzialen sozialer Medien in der politischen Bildungsarbeit. Als Bildungsreferentin im Projekt Beyond Borders entwickelt sie feministische und intersektionale Bildungsformate, die Raum für Empowerment, kritische Reflexion und solidarisches Handeln eröffnen. Ihr besonderes Interesse gilt der Frage, wie digitale Räume – insbesondere Plattformen wie TikTok – für diskriminierungskritische Bildungsprozesse nutzbar gemacht werden können und wie Menschen in ihrer Handlungsfähigkeit gestärkt werden.

Leonie Weizsäcker (sie/ihr) ist Psychologin (B. Sc.) und Bildungsreferentin bei der W3_. In den Projekten Care, Klimakrise, Migration sowie Koloniale Spuren – Dekoloniale Praktiken beschäftigt sie sich mit globalen Macht- und Ungleichheitsverhältnissen an den Schnittstellen von Migration, Sorgearbeit und sozialökologischer Krise sowie mit kolonialen Kontinuitäten und deren Bedeutung für gegenwärtige globale Macht- und Wissensordnungen. Dabei interessiert sie insbesondere die feminisierte und rassifizierte Auslagerung von Sorgearbeit entlang globaler Care Chains sowie die politischen Aushandlungen um Anerkennung, Rechte und Verantwortung in diesem Kontext.


Hinweis zur Teilnahme:

  • Barrieren:
    • Der Rundgang beginnt vor der W3_ und endet an der Stresemannstraße auf Höhe des Kaltenkircher Platzes. Der Weg umfasst insgesamt knapp 2,5 km und ist barrierefrei.
    • Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt
  •     Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, bitten wir um vorherige Anmeldung via Guestoo.
  •     Der Eintritt ist frei – Spenden erwünscht.

Wir behalten uns vor, Personen mit antisemitischen, rassistischen, sexistischen oder anderweitig diskriminierenden und menschenverachtenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.

Gefördert von: