Dekolonialer Stadtrundgang: Handelsgeschichte neu erzählt

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Dekolonialer Stadtrundgang: Handelsgeschichte neu erzählt


Samstag, 12. September 2026
14:00 – 16:00

Koloniale Spuren – Dekoloniale Praktiken, Stadtrundgang

Veranstaltungsort: Wir treffen uns in der Straße „Bei St. Annen“ – an der grünen Box gegenüber vom Restaurant „Schönes Hamburg“ (Alter Wandrahm 15, 20457 Hamburg)

Mit: DeSta – Dekoloniale Stadtführung

Entdecke Hamburgs Geschichte aus einer neuen, kritischen Perspektive und folge den kolonialen Spuren durch Speicherstadt und HafenCity. Die Tour zeigt, wie eng Hamburgs Aufstieg zu einer bedeutenden Handelsmetropole mit globalen Handelsbeziehungen, kolonialen Strukturen und wirtschaftlichen Machtverhältnissen verbunden war.

In der UNESCO-geschützten Speicherstadt geht es unter anderem um Kaffee, Kakao, Gewürze und Zucker und um die Frage, welche Bedeutung der Handel mit diesen Waren für den Hamburger Wohlstand hatte. Gleichzeitig wird sichtbar, wie der Kolonialismus das Stadtbild geprägt hat und welche Rolle der Hafen, der Zoll und die besonderen Freihandelsstrukturen Hamburgs dabei spielten. Am Chilehaus und am Afrika-Haus werden weitere Verbindungen zwischen Architektur, internationalem Handel und kolonialen Wirtschaftsbeziehungen deutlich.

Doch die Führung richtet den Blick nicht nur auf wirtschaftliche Entwicklungen: Sie macht auch Perspektiven und Formen des antikolonialen Widerstands sichtbar und erzählt von Menschen, deren Geschichten in klassischen Stadtführungen häufig fehlen. Zum Abschluss geht es um die Frage, welche kolonialen Kontinuitäten bis heute fortwirken – etwa in Form struktureller Ungleichheiten, Rassismus und aktuellen gesellschaftlichen Debatten.

Eine kompakte und abwechslungsreiche Stadtführung für alle, die Hamburgs Geschichte differenziert betrachten und die Stadt aus einer anderen Perspektive kennenlernen möchten.

Der kostenlose Stadtrundgang wird von DeSta – Dekoloniale Stadtführung durchgeführt und von Fair Trade Stadt Hamburg und W3_ Werkstatt für Internationale Kultur und Politik e.V. im Rahmen der Projekte Decolonize Trade! und Koloniale Spuren – Dekoloniale Praktiken während der Fairen Woche 2026 angeboten.


DeSta – Dekoloniale Stadtführung bietet geführte Touren und Workshops an, die sich kritisch mit Kolonialgeschichte und dessen fortwirkenden Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft auseinandersetzen. Ihr zentrales Anliegen ist es, Machtverhältnisse zu hinterfragen, koloniale Spuren sichtbar zu machen und damit zur Schaffung einer gerechteren Gesellschaft beizutragen, in der Vielfalt geschätzt wird und alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können.


Hinweise zur Teilnahme

Barrieren:

  • Der Weg ist für Rollstuhlfahrende geeignet.
  • Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.

Weitere Hinweise:

  • Bitte zieht euch bequeme Schuhe und wetterfeste Kleidung an, nehmt etwas zu trinken mit und je nach Wetter einen Regenschirm oder Sonnenschutz.
  • Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, bitten wir um vorherige Anmeldung via eveeno.
  • Der Eintritt ist frei – gebt gerne Trinkgeld nach Abschluss der Tour!
  • Der Rundgang beginnt in der Straße Bei St. Annen an der grünen Box gegenüber vom Restaurant „Schönes Hamburg“ und endet vor der Handelskammer.
  • Die Tour dauert zwei Stunden.
  • Wir empfehlen die Teilnahme ab 14 Jahren.

Wir behalten uns vor, Personen mit antisemitischen, rassistischen, sexistischen oder anderweitig diskriminierenden und menschenverachtenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.

Gefördert von: