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Solidarität und soziale Kämpfe in der Pandemie

Um Voranmeldung wird gebeten!


Mi, 25.05.2022
19:00 - 21:00
Mit: Tanja Carstensen, Nikolai Huke, Simone Borgstede, Gruppe Blauer Montag und der Redaktion Corona-Monitor, Moderation: Viktoria Hellfeier – Bildungsreferentin W3_

 

Die Covid-19-Pandemie macht wie ein Brennglas gesellschaftliche Ungleichheiten und Schieflagen sichtbar. Soziale Verhältnisse, die schon vorher bestanden und unser gesellschaftliches Miteinander auf vielen Ebenen prägen, werden in der Pandemie neu verhandelt. Zum Beispiel in Kämpfen um Arbeit, Wohnraum, gesellschaftliche Teilhabe oder Geschlechtergerechtigkeit. Der Aufruf nach Solidarität spielte dabei von Beginn an eine wichtige, aber auch widersprüchliche Rolle. Einerseits, um staatliche Maßnahmen zu legitimieren und an die Gemeinschaft oder das Individuum zu appellieren. Andererseits, um bestehende Verhältnisse zu kritisieren und durch alternative Gesellschaftsentwürfe herauszufordern und zu transformieren.

Was bedeutet Solidarität in Hinblick auf aktuelle Entwicklungen, die – wie Covid-19 oder der Klimawandel – als gesellschaftliche Krisen verhandelt werden? Und wo stehen wir heute, wo zumindest politisch das „Ende der Pandemie“ eingeläutet wird? Die Autor*innen des Buchs wollen Solidarität nicht pauschal definieren. Auf der Veranstaltung sollen vielmehr einzelne Fälle betrachtet werden, auf der Suche danach, ob und wann und unter welchen Bedingungen Solidarität möglich ist. Indem wir miteinander reden und uns von unseren Vorstellungen über Solidarität erzählen, wollen wir uns gemeinsam mit euch und Autor*innen der Redaktion Corona-Monitor dazu austauschen.

Nikolai Huke stellt in einem ersten Block seinen Beitrag „Subalterne Proteste – Konflikte in deutschen Flüchtlingsunterkünften während der Corona-Pandemie” vor und aktualisiert ihn aus aktueller Perspektive. Im Anschluss wird Simone Borgstede aus einer aktivistischen Perspektive den Text bzw. die Frage nach Solidarität im Kontext antirassistischer Kämpfe in Hamburg kommentieren.

In einem zweiten Block stellt Tanja Carstensen ihren Text „Erschöpfung, Ungleichheit und neue Sichtbarkeit – Unbezahlte Sorgearbeit wahrend der Corona-Krise” vor. Auch sie wird ihre Mitte Juni 2021 niedergeschriebene Perspektive erneut aus heutiger Sicht reflektieren. Einen Kommentar liefert im Anschluss die Gruppe Blauer Montag zu dem Text und dem Thema Arbeitskämpfe in der Pandemie.

 

Von Mitte März bis Ende Mai 2020 haben Aktive aus dem Netzwerk der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) sowie aus dem Umfeld des Institutes für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) und des AK Kritische Geographie, Ereignisse und Beiträge zur Entwicklung der Coronakrise gesammelt und als Blog veröffentlicht.

Das Buch „Corona und Gesellschaft – Soziale Kämpfe in der Pandemie“ (erschienen im November 2021 im mandelbaum Verlag) versammelt einige der Blog-Beiträge sowie neue Texte, die aus sozialwissenschaftlicher bzw. aktivistischer Perspektive politische und alltagspraktische Aspekte der Pandemie beleuchten. Die Autor*innen leisten einen Beitrag zur Einordnung der Corona-Politiken – und für die Suche nach linken Interventionen und solidarischen politischen Praxen in der Krise und für danach.

Weitere Infos unter: www.coronamonitor.noblogs.org

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der Redaktion Corona-Monitor und der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.

 

Hinweise zur Teilnahme

Die Veranstaltung findet unter 3G mit FFP2-Maskenpflicht statt.

Barrieren:

Der W3_Saal ist nicht barrierefrei zugänglich. Der W3_Saal ist über einen Treppenlift zu erreichen und verfügt über eine Toilette, die mit Rollstuhl zugänglich ist.

Veranstaltungsort
W3_Saal, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg, 040 - 39 80 53 - 60

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Weitere Angaben

Referentin
Tanja Carstensen, Nikolai Huke, Simone Borgstede, Gruppe Blauer Montag und der Redaktion Corona-Monitor, Moderation: Viktoria Hellfeier – Bildungsreferentin W3_
Wichtiger Hinweis
Um Voranmeldung wird gebeten!

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