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Radikale Zärtlichkeit – als politische Praxis der Verbundenheit und Solidarität

Generationsübergreifendes Begegnungsseminar

Begrenzte Teilnehmendenzahl. Anmeldung erforderlich

Seminar, Solidarisch Handeln Lernen
Fr, 06.05.2022, 17:00 bis So, 08.05.2022, 15:00
Mit: Carina Flores – Bildungsaktivistin und Trainerin und Timo Holthoff - Bildner und Organisationsberater

Es gibt wieder freie Plätze!

Klimakrise, Coronakrise, Rassismuskrise, Demokratiekrise… Äußere Krisen manifestieren sich auch in unserem Innenleben, unseren Gefühlswelten und unseren Körpern. Nicht immer sind wir uns dieser Bezüge bewusst. Denn auf kultureller Ebene ist die Vielfachkrise der Moderne eine Krise der Entfremdung. Die dominante Kultur der Separation, die sich in Vorstellungen wie ‚Mensch gegen Natur‘ ,Verstand versus Emotion‘ ‚Wir gegen die Anderen‘ oder auch ‚Privatleben versus Aktivismus‘ ausdrückt, verkennt die komplexen Zusammenhänge dieser Welt und bewirkt Gewalt und gesellschaftliche Spaltung. Im Sinne einer alternativen Kultur der Verbundenheit fragen wir:

  • Wie hängen innere und äußere Transformation zusammen? Wie können persönliche und politische Veränderungsprozesse verzahnt gedacht und gefühlt werden?
  • Welche Antworten auf die großen und komplexen Fragen von globaler Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit sind in uns selbst angelegt?
  • Ist die Gleichzeitigkeit aus radikaler Gesellschaftskritik und bedingungsloser Menschenliebe die Voraussetzung für eine Transformation aus der Vielfachkrise?
  • Wie kann ein Bewusstsein der Verbundenheit eine bedingungslose Solidaritätspraxis stärken?

Radikale Zärtlichkeit verstehen wir als eine Einladung, uns gleichsam kritisch und liebevoll mit den widersprüchlichen, schönen und schmerzhaften Dingen in uns, zwischen uns und um uns herum zu verbinden.  Als eine Ethik der Verbundenheit fördert sie unser Bewusstsein für unsere ganzheitliche Verstrickung mit dem modernen Gewaltsystem, genauso wie mit dem größeren System Erde, das es zu bewahren gilt. Als Gerechtigkeitsprinzip bedeutet sie eine politische Praxis der Heilung, die Entfremdungen und kollektive Traumata adressiert. Als radikaler Transformationsansatz leistet sie palliative Sorge für ein schädliches Systems, das im Sterben begriffen ist, und assistiert gleichzeitig bei der Geburt von etwas Neuem.

„Radikale Zärtlichkeit heißt, unsere Herzen zu kollektivieren, damit sie auf- und nicht auseinanderbrechen“, sagt die Künstlerin Dani d´Emilia in ihrem Radical Tenderness Manifesto.

In diesem Seminar nähern wir uns Radikaler Zärtlichkeit als gleichermaßen persönlicher und politischer Praxis. Mit reflexiven, natur-, beziehungs- und körperorientierten Methoden schaffen wir einen Begegnungs- und Erfahrungsraum, in dem verschiedene Zugänge und Ressourcen für kollektives Handeln gestärkt werden. Im intergenerationalen Austausch ergründen wir Implikationen für kritische Bildung und gesellschaftlichen Aktivismus.

Wir laden Euch ein in einen mutigen gemeinsamen Raum für Menschen unterschiedlicher Generationen und gesellschaftlicher Hintergründe, in dem wir mit Offenheit, Achtsamkeit und „Radikaler Zärtlichkeit“ unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen miteinander verweben und es aushalten, auch schwierige und kontroverse Fragen zu bearbeiten.

Seminarsprache ist Deutsch, z.T. werden englische Materialien genutzt.

 

Carina Flores (Leipzig): Ich bin Bildungsaktivistin, Trainerin in der Politischen Bildung & Globalem Lernen, eine von Emotionen getragene Woman of Color, überlebende Akademikerin. Wichtige Bezugspunkte meines Bildungsansatzes sind antirassistische, feministische und dekoloniale Perspektiven. Ich spreche mich für radikale Menschenliebe aus. Musik und Natur sind mir eine hoffnungsgebende, wiederständige und emanzipatorische Quelle.

Timo Holthoff (Hannover): Ich bin Bildner und Organisationsberater zu transformativer Bildung und systemischem Wandel. Mich bewegen der Zusammenhang zwischen innerer und äußerer Welt und mein eigener dekolonialer VERlernprozess als Teil des modernen Krisensystems. Ich stehe für eine Kultur der Verbundenheit in einer verstrickten Welt, die unter Trennungsschmerz leidet. Radikaler Gesellschaftswandel braucht für mich eine liebevolle Pädagogik, die Verbindung schafft (www.welt-beziehung-bilden.org).

 

Hinweise zur Teilnahme:

Das Seminar findet in der antifaschistischen Begegnungs- und Erholungsstätte Heideruh in Buchholz in der Nordheide statt. Anreise mit der Bahn bis zum Bahnhof Buchholz (Nordheide), von dort fährt ein Shuttle. Wir werden vollverpflegt und sind in Einzel- und Doppelzimmern untergebracht.

Barrieren:
Es gibt mehrere Zimmer für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Speiseraum und Gemeinschaftsraum sind über Rampen zugänglich.

 

Spendenvorschlag: 25 – 150 Euro

 

Die Veranstaltung ist Teil des W3_Projekts Solidarisch Handeln Lernen.

 

Credits für Bild: Franziska Feldhahn

 

Gefördert durch

Veranstaltungsort
Begegnungsstätte Heideruh, Ahornweg 45, Buchholz i.d.N., 041818726, https://www.heideruh.de/

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Weitere Angaben

Untertitel
Generationsübergreifendes Begegnungsseminar
Referentin
Carina Flores – Bildungsaktivistin und Trainerin und Timo Holthoff - Bildner und Organisationsberater
Wichtiger Hinweis
Begrenzte Teilnehmendenzahl. Anmeldung erforderlich

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