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Krieg und Flucht: Wo endet die Solidarität?

Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Anmeldung erforderlich!

Diskussion
Do, 07.04.2022
19:00 - 21:00
Mit: Melina Borčak - Journalistin, Miriam Mona Mukalazi - Politologin und Charlemagne Prize Academy Research Fellow, Farbod Mahoutchiyan - Referent bei Plan International, Ina Wolf - Projektmitarbeiterin „Queer Refugees Deutschland“/ ein Projekt des LSVD Deutschland, Moderation: Miriam Gyamfi - Beraterin im Bereich Wirtschaft und Nachhaltigkeit

‘Es ist Krieg in Europa’. Dieser Satz findet sich derzeit wiederholt in Berichten zum Angriffskrieg gegen die Ukraine. Vom ‘ersten Krieg auf europäischem Boden seit 1945’ und von einer überwältigenden Welle der Solidarität ist häufig die Rede. Diese Art der Darstellung ist jedoch nicht nur historisch inkorrekt, sondern verkürzt zudem wichtige Aspekte dieses Krieges und anderer aktueller Konflikte. Während die aktuelle Solidarisierung mit ukrainischen Geflüchteten zu begrüßen ist und beispielhaft sein sollte, wird bei einem Vergleich mit der Aufnahme und Situation von Geflüchteten aus anderen Krisengebieten deutlich, wo die europäische Solidarität ihre Grenzen zieht. Und das im buchstäblichen Sinne, denn in den letzten Wochen häufen sich Berichte von rassistischer Ungleichbehandlung und Diskriminierung von flüchtenden BIPoC an den europäischen Grenzen. Rassismus findet sich allerdings nicht nur dort, sondern auch in den Medien und in der Berichterstattung, wo unter anderem Vorstellungen von ‘kultureller’ Nähe und Differenz herangezogen werden, um die Andersbehandlung von Geflüchteten zu legitimieren. Besonders gefährdet ist in der aktuellen Situation außerdem die ukrainische LGBTQI+ Community; durch Diskriminierung auf der Flucht, aber auch aufgrund der Instrumentalisierung der Community für Narrative der Kriegspropaganda. Darüber hinaus stellt die drohende Zunahme russischen Einflusses in der Ukraine erkämpfte Grundrechte von LGBTQI+ Personen infrage.

Das Panel soll ein Raum für Gespräche sein, die diese und weitere Facetten der Situation thematisieren, analysieren und in einen größeren Kontext einordnen.

 

Ina Wolf ist Projektmitarbeiterin bei „Queer Refugees Deutschland“, einem Projekt des LSVD Deutschland. Sie ist eine zertifizierte Fachkraft für junge LSBTIQ*-Geflüchtete, Managerin für Interkulturelle Öffnung, Live-Online-Trainerin, Mitbegründerin der Rainbow Refugees Cologne und Mitgründerin von Sofra Cologne. Sie war zwei Jahre in Inklusions- und Sensibilisierungsprojekten mit LSBTIQ*-Geflüchteten und -Migrant*innen tätig. Außerdem ist sie Spezialistin für Inklusions- und Awarenessprojekte für junge Migrant*innen und Neuzugewanderte, sowie für Schulungen rund um das Thema LSBTIQ*-Geflüchtete/Neuzugewanderte.

Farbod Mahoutchiyan ist Referent für Entwicklungspolitik bei Plan International. Seit März 2016 arbeitet er bei Plan International zu den Themen Gewalt- und Kinderschutz, Kinderrechte, Flucht, Migration und Integration sowie Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von geflüchteten und vertriebenen Menschen in Deutschland.

Melina Borčak ist freie Journalistin und Filmemacherin aus Bosnien, u.a. für CNN, RBB, Deutsche Welle. Seit fünf Jahren lebt sie in Deutschland und arbeitet u.a. zu den Schwerpunkten (antimuslimischer) Rassismus, Feminismus, Flucht, Genozid und antirassistische Medienkritik.

Miriam Mona Mukalazi forscht als Charlemagne Fellow zu Gender, Frieden und Sicherheit. Sie sitzt im Aufsichtsrat des Forums Ziviler Friedendienst und der internationalen NGO Women Engage for a Common Future. Zu hören war sie vor Kurzem im WDR5 Morgenecho Radiointerivew, um einen Einblick in Deutschlands feministische Außenpolitik zu geben. U.a. arbeitete Miriam bei Ärzte ohne Grenzen, UN Women Deutschland und dem Centre for Feminist Foreign Policy.

Miriam Gyamfi ist Organisationsberaterin und lebt in Kiel. Seit 2016 ist sie freiberufliche Beraterin in Norddeutschland und arbeitet an Themen von inklusiver und nachhaltiger Veränderung. Sie versteht sich dabei als Mittlerin, die einen ehrlichen, geradlinigen und wertschätzenden Austausch ermöglicht und Verfahren bereitstellt, um lösungs- und ressourcenorientiert Ziele zu erreichen.

 

Graphic Credit: Ev via Unsplash

Veranstaltungsort
Digital, ,

Veranstalter*in
W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik

Weitere Angaben

Referentin
Melina Borčak - Journalistin, Miriam Mona Mukalazi - Politologin und Charlemagne Prize Academy Research Fellow, Farbod Mahoutchiyan - Referent bei Plan International, Ina Wolf - Projektmitarbeiterin „Queer Refugees Deutschland“/ ein Projekt des LSVD Deutschland, Moderation: Miriam Gyamfi - Beraterin im Bereich Wirtschaft und Nachhaltigkeit
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