Der Himmel über Persepolis

Premiere mit anschließendem Gespräch
Do, 21.03.2019, 19:00
Multimediale Theaterperformance
Die Performance findet nochmal am 11.04.2019 statt.
Von und mit Graziella Schazad und Anatoly Zhivago

Den Kindern erzählt man eine Geschichte zum Einschlafen – den Erwachsenen, damit sie aufwachen.

Die multimediale Theaterperformance von Graziella Schazad und Anatoly wurde inspieriert durch das autobiografische Werk „Persepolis“ von Marjane Satrapi, einer in Paris lebenden Iranerin. Sie beschreibt darin ihre Jugend im Iran während und nach der Revolution sowie ihre Zeit in Wien, nachdem sie gezwungen war ihre Heimat zu verlassen.

Die Inszenierung nutzt die geschichtlichen politisch-gesellschaftlichen Ereignisse als eine Art Kulisse. Die Protagonistin versucht sich in Europa anzupassen und kann dabei doch nicht aus ihrer Haut, gleichzeitig wird ihre Heimat für sie immer fremder. Der Regisseur Anatoly Zhivago gibt den aktuellen weltbewegenden Themen, über die meist allgemein diskutiert wird, wie #MeToo, Migration oder gesellschaftlicher Zusammenhalt ein Gesicht und greift dafür auf eine Vielschichtigkeit an Erzählformen zurück, die das Publikum mit allen Sinnen ansprechen möchten.

 

Mitwirkende:

Graziella Schazad, Tochter eines afghanischen Vaters und einer polnischen Mutter, ist eine Singer -Songwriterin aus Hamburg, die sich im Accoustic Pop Genre vor allem durch ihre virtuose Art schon früh einen Namen gemacht hat. 2009 veröffentlichte sie ihr erstes Album „Feel Who I am“ (Warner Music) und 2015 folgte ihr zweites Album „INDIA“ (Sony/Columbia). Sie arbeitet als Musikerin und Darstellerin.

Anatoly Zhivago ist ein russischer Regisseur und Schauspieler, der bekannt ist durch seine biografische Musiktheater-Inszenierungen sowie innovative theaterpädagogische Arbeit am Hamburger Thalia Theater.

Dario Aguirre, ein renommierter Dokumentarfilm-Regisseur aus Ecuador, verfilmte die Proben und zeigt aus einer sehr feinfühligen und schonungslosen Perspektive die Kraft und Leidenschaft aller Beteiligten, die in dieser Produktion stecken. 

Michel Lamoller, einer der vielversprechendsten bildenden Künstler der neuen Generation, der seit einigen Jahren den Begriff der klassischen Ausstellung in den angesagten Galerien von Japan bis Griechenland revolutioniert, überrascht durch die Gestaltung eines visuellen Werkes mit dem Spiel der Komplexität und der scheinbaren Einfachheit, die sowohl den Kunststudenten als auch den Kunstsammler vor seinen Werken stehen bleiben lässt. Er wird eine seiner Collagen live in Handarbeit während der Premiere auf der Bühne kreieren. 

 

Realisiert wurde die Inszenierung mit freundlicher Unterstützung vom Thalia Theater Hamburg.

Ort: 

W3-Saal, Nernstweg 34, 22765 Hamburg

Preis: 
Eintritt nach eigenem Ermessen frei wählbar