MAIZ - Das, was Leben trägt

¡Maíz! Oder wer ernährt die Welt?
Fr, 27.04.2018,
19:00 bis 20:30
Performance
Findet nach den Workshops statt
Romerotage Hamburg 2018

Welche Farbe hat Mais? Weiß, gelb oder doch rot und blau...? Was hat Mais mit der Schöpfungsgeschichte zu tun, was mit globalen Märkten?  Das Wort ›Mais‹ stammt aus dem Taíno, einer Sprache indigener Gruppen der Karibik und bedeutet:  ›das, was Leben trägt‹. Die Kulturpflanze mit einer Vielfalt von rund 60 Sorten allein in Mexiko ist vom Aussterben bedroht. Doch handelt es sich nicht nur um das Verschwinden einer Pflanze, die weltweit ein kulturelles wie auch kulinarisches Nahrungsmittel darstellt; durch Optimierung des Saatguts und Einsatz von Gentechnik wurde aus einem Kulturgut eine industrialisierte Ware.

Anhand des Länderkontexts Mexiko werden in der zwei-sprachigen Performance/Lesung MAIZ (spanisch- deutsch) Perspektiven und Gründe für das Aussterben des Getreides, dessen biologische Vielfalt, sowie historische, kulturelle und künstlerische Bedeutungen genauso aufgezeigt wie sozio-ökonomische Entwicklungen, globale Zusammenhänge und ihre Auswirkungen auf Mensch und Natur.

 

„Roter Mais, Blut der Götter, rote Erde, wie die Haut der Großeltern,

gereift wie ein Kind wenn es von der Mutter geboren wird,

der Mutter Milpa, und dem Vater, Vater Mais.

Blau, wie die sternenklare Nacht auf dem Land,

grün, wie das tiefe Meer und seine Geheimnisse,

weiß und gelb, wie das Licht, das uns den Weg unserer Hoffnungen weist.“

 

Das kollektiv tonalli ist eine Gruppe deutsch/spanischsprachiger Künstler_innen und Referent_innen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Sie arbeiten mit Texten, Bildern und Geschichten, dem Spiel, Musik, Körper und Symbolik und vor allem mit Kopf und Herz. Der Name ›tonalli‹ bedeutet auf der indigenen Sprache Náhuatl so viel wie Ziel, Schicksal, Bestimmung, aber auch Glück, Seele und Anregung.

Musik: Riosentí Música.

Anmeldung bitte unter: zeitAlter@w3-hamburg.de oder 040 398053 - 83

Veranstalter: Generation Global (W3), Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany), Agrar Koordination, Amnesty International (CASA), Zentrum für Mission und Ökumene - Nordkirche weltweit, treemedia e.V.

Ort: 

Im Saal der W3, Nernstweg 32-34

Preis: 
Spendenvorschlag für Performance und Diskussion: 5-15€