Globale Strukturen der Ungleichheit abbauen

Zur Notwendigkeit der Dekolonialisierung des Weltwirtschaftssystems
Mo, 23.10.2017,
19:30 bis 22:00
Vortrag
Spende*
Mit Boniface Mabanza, moderiert von Tanja Chawla

Nachdem wir in unserer Reihe zur Funktionsweise der Weltwirtschaft bereits auf die gemeinsame Geschichte von Kolonialismus und Kapitalismus eingegangen sind, thematisiert Dr. Boniface Mabanza in diesem Vortrag inwiefern jene Geschichte entwicklungspolitisch und wirtschaftlich reproduziert wird.
Fokussieren wird er sich auf die Notwendigkeit, die Grundpfeiler der Weltwirtschaft (IWF, Weltbank, WTO) so zu reformieren, dass bestehende globale Strukturen der Ungleichheit abgebaut werden können. Nur so können diese zur globalen Gerechtigkeit beitragen. Diese wiederum ist die Bedingung für ein Leben in Würde für Alle.

Dr. Boniface Mabanza ist Literaturwissenschaftler, Philosoph
und Theologe. Mabanza ist Koordinator der Kirchlichen Arbeitsstelle
Südliches Afrika (KASA) in Heidelberg, die Lobby- und
Kampagnenarbeit zur sozioökonomischen Gerechtigkeit im südlichen
Afrika durchführt. Er setzt sich für einen konsequenten
Perspektivwechsel insbesondere in den wirtschaftlichen Beziehungen
zwischen afrikanischen und europäischen Ländern ein.

 

Nachtrag:

Der Referent Boniface Mabanza fiel leider aus und wurde hervorragend ersetzt durch Abdou Rahime Diallo mit einem Vortrag über "Afrika-EU-Handelsbeziehungen – Fortsetzung von Kolonialitäten?"

Abdou Rahime Diallo ist seit 2006 Fachpromotor für Migration und Entwicklungspolitik in mehreren Bundesländern (NRW, Brandenburg). Als Politikberater berät er seit 2012 Ministerien der AKP-Staaten (Afrika-Karibik-Pazifik) im Bereich Entwicklung durch Migration. 2015 war er an der Evaluation der EPA in den CARICOM (Kooperation Karibikstaaten) beteiligt. Er ist in mehreren Diaspora-Netzwerken im Bereich Antirassismus, Dekonstruktion von Kolonialitäten, politische Partizipation von Diasporas, Sustainable Development Goals und globale Gerechtigkeit engagiert. Seit 2014 leitet er innerhalb des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, die Arbeitsgruppe „Internationales Engagement und Europa“. Seit 1992 in seinem Herkunftsland Guinea in der ruralen und gesellschaftlichen Entwicklung. Zusammen mit anderen Aktivist*innen gründete er 2015 die Oppositionspartei Block pour l’Alternance en Guinée - BAG (Partei für gesellschaftlichen Wandel Guineas). Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Düsseldorf.

 

Weiterführende Links:

Ort: 

W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32 - 34, 22765 Hamburg

Preis: 
* Eintritt frei nach eigenem Ermessen wählbar